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Erinnerungskultur

Hamburg ehrt Esther Bejarano und Jina Mahsa Amini im Stadtbild

Eine Straße in Altona und eine Grünfläche in Winterhude erhalten neue Namen. Hamburg erinnert damit an Esther Bejarano und Jina Mahsa Amini.

Hamburg verankert die Erinnerung an zwei Frauen im öffentlichen Raum: Ein Abschnitt der Bergiusstraße in Altona wird zur Esther-Bejarano-Straße. Eine Grünfläche in Winterhude, auf der das Denkmal „Jinas Beet“ steht, erhält den Namen Jina-Mahsa-Amini-Park.

Esther-Bejarano-Straße ersetzt belasteten Namen

Die Senatskommission für die Benennung von Verkehrsflächen beschloss die Umbenennung auf Vorschlag der Bezirksversammlung Altona. Betroffen ist die Bergiusstraße zwischen Großer Brunnenstraße und Erdmannstraße. Nach Angaben der Kulturbehörde wird der bisherige Name wegen der in einer historischen Untersuchung festgestellten NS-Belastung des Chemikers und Unternehmers Friedrich Bergius ersetzt.

Die neue Namensgeberin Esther Bejarano wurde 1924 geboren und starb 2021 in Hamburg. Sie überlebte die Shoah, war Sängerin und Zeitzeugin und engagierte sich über Jahrzehnte gegen Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus. Seit den 1960er-Jahren lebte sie in Hamburg.

Jina-Mahsa-Amini-Park in Winterhude

Die Grünfläche zwischen Meenkwiese und Hudtwalckerstraße wird nach Jina Mahsa Amini benannt. Dort befindet sich seit Mai 2026 das Denkmal „Jinas Beet“. Amini starb 2022 im Alter von 22 Jahren nach ihrer Festnahme durch die iranische sogenannte Sittenpolizei. Ihr Tod löste die Protestbewegung unter dem Leitsatz „Frau, Leben, Freiheit“ aus.

  • Altona erhält eine Esther-Bejarano-Straße.
  • Winterhude erhält einen Jina-Mahsa-Amini-Park.
  • Beide Benennungen wurden von der zuständigen Senatskommission beschlossen.
  • Für die Straßenumbenennung ist eine Feierstunde des Bezirks Altona vorgesehen.

Erinnerung wird Teil des Alltags

Mit Straßen- und Parknamen verbindet die Stadt historische Erinnerung mit Orten, die täglich genutzt werden. Die Benennungen machen zwei unterschiedliche Biografien sichtbar: Bejaranos Überleben und jahrzehntelanges Engagement in Deutschland sowie Aminis Bedeutung für eine internationale Bewegung für Frauen- und Menschenrechte.

Der Beschluss ist nach Angaben der Kulturbehörde im Amtlichen Anzeiger veröffentlicht. Weitere organisatorische Einzelheiten zur Umbenennung will der Bezirk Altona gesondert bekannt geben.

Quellen

  1. Hamburg ehrt Esther Bejarano und Jina Mahsa AminiFreie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Kultur und Medien · abgerufen am 25. Aug. 2026
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