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Norddeutschland Niedersachsen
Nachhaltige Bildung

Niedersachsen tritt norddeutschem Bildungsverbund bei

Niedersachsen schließt sich dem Bündnis „nun – norddeutsch und nachhaltig“ an. Eine gemeinsame Zertifizierung soll die Qualität nachhaltiger Bildungsangebote vergleichbar und besser sichtbar machen.

Niedersachsen ist dem länderübergreifenden Bündnis „nun – norddeutsch und nachhaltig“ beigetreten. Außerschulische Lernorte und weitere Bildungseinrichtungen sollen dadurch künftig nach einem gemeinsamen Qualitätsrahmen für Bildung für nachhaltige Entwicklung zertifiziert werden können.

Das Zertifizierungssystem wird bereits in Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt eingesetzt. Mit dem Beitritt Niedersachsens arbeiten nun fünf Länder in dem Verbund zusammen. Ziel ist es, Standards zu vereinheitlichen, die Qualität der Angebote sichtbar zu machen und den Austausch zwischen Bildungsträgern, Schulen und außerschulischen Lernorten zu stärken.

Gemeinsame Standards für nachhaltige Bildung

Der Qualitätsrahmen bewertet mehrere Bereiche einer Einrichtung. Dazu gehören pädagogische Konzepte, die praktische Umsetzung nachhaltiger Bildung, die Qualifikation der Mitarbeitenden und die nachhaltige Entwicklung der Organisation selbst. Erfolgreich geprüfte Einrichtungen erhalten einen anerkannten Qualitätsnachweis.

Die Zertifizierung richtet sich an Bildungsangebote von der Kita bis zur Erwachsenenbildung. Schulen sollen dadurch leichter erkennen können, welche außerschulischen Lernorte nach nachvollziehbaren Kriterien arbeiten und für Kooperationen geeignet sind.

  • Pädagogische Konzepte werden nach gemeinsamen Kriterien bewertet.
  • Die Qualifikation der Mitarbeitenden fließt in die Prüfung ein.
  • Auch die nachhaltige Entwicklung der Einrichtung wird berücksichtigt.
  • Der Qualitätsnachweis gilt länderübergreifend innerhalb des Verbunds.

Bestehendes Netzwerk wird weiterentwickelt

Niedersachsen bringt sein seit mehr als zehn Jahren bestehendes Netzwerk anerkannter außerschulischer Lernstandorte für Bildung für nachhaltige Entwicklung ein. Diese Struktur soll nicht ersetzt, sondern in den gemeinsamen Qualitätsverbund überführt und weiterentwickelt werden.

Die niedersächsische Geschäftsstelle des Bündnisses soll im Herbst 2026 ihre Arbeit aufnehmen. Zunächst werden die bereits anerkannten Lernstandorte in das neue Zertifizierungssystem überführt. Im Laufe des Jahres 2027 können sich anschließend auch weitere Einrichtungen bewerben.

Umwelt- und Kultusministerium arbeiten zusammen

Für die Umsetzung sind das niedersächsische Umweltministerium und das Kultusministerium gemeinsam verantwortlich. Damit sollen schulische und außerschulische Bildung enger verknüpft werden. Nach Angaben der Landesregierung profitieren sowohl Anbietende als auch Teilnehmende von einheitlichen Kriterien und größerer Transparenz.

Mit dem Beitritt erweitert sich der bisherige Nordverbund um das flächenmäßig größte beteiligte Land. Ob sich dadurch auch Zahl und Verteilung zertifizierter Angebote verändern, wird sich nach dem Start der Geschäftsstelle und den ersten neuen Bewerbungsrunden zeigen.

Quellen

  1. Niedersachsen tritt Nordverbund für nachhaltige Bildung beiNiedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz · abgerufen am 8. Sep. 2026
  2. Niedersachsen · Landesregierung: Minister Meyer und Ministerin Hamburg: „Starkes Signal für Qualität und Zusammenarbeit“Niedersachsen · Landesregierung · abgerufen am 8. Sep. 2026
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