PISA 2025: Schleswig-Holstein setzt auf mehr Deutsch und Mathematik
Deutschland erreicht in der internationalen Schulleistungsstudie PISA 2025 in den getesteten Bereichen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften Ergebnisse im Durchschnitt der OECD-Staaten. Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Dorit Stenke bewertet das Abschneiden als nicht zufriedenstellend und kündigt zugleich an, an den begonnenen Maßnahmen im Land festzuhalten.
Die Studie untersucht Kompetenzen von 15-Jährigen. In Deutschland nahmen 6.659 Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Schularten der Sekundarstufe I teil. In Schleswig-Holstein waren neun Schulen beteiligt: drei Gymnasien, fünf Gemeinschaftsschulen und ein Förderzentrum. Die Tests fanden von März bis Mai 2025 statt.
PISA 2025 prüft drei zentrale Kompetenzbereiche
PISA erfasst, wie Jugendliche Wissen in alltagsnahen Anwendungssituationen nutzen. Untersucht werden Naturwissenschaften, Lesen und Mathematik. Der Schwerpunkt lag 2025 auf den Naturwissenschaften. Zusätzlich wurde die innovative Domäne „Lernen in der digitalen Welt“ einbezogen.
Die Leistungen werden in sechs Kompetenzstufen eingeordnet. Die Stufen fünf und sechs stehen für ein besonders entwickeltes Kompetenzprofil. Jugendliche unterhalb der zweiten Stufe gelten als Risikogruppe, weil ihnen sichere Basiskompetenzen fehlen können.
Keine Rangliste der Bundesländer
Aus den neun teilnehmenden Schulen lässt sich kein eigenes Landesergebnis für Schleswig-Holstein ableiten. Ein Leistungsvergleich zwischen den Bundesländern ist bei PISA nicht vorgesehen. Dafür werden nach Angaben des Bildungsministeriums die Bildungstrends des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen genutzt.
- 6.659 Jugendliche nahmen bundesweit an der Stichprobe teil.
- Neun Schulen aus Schleswig-Holstein waren beteiligt.
- Getestet wurden Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften.
- Der Schwerpunkt 2025 lag auf naturwissenschaftlichen Kompetenzen.
Land verweist auf Unterricht und Förderung
Das Bildungsministerium führt die Ergebnisse auch auf Belastungen im schulischen Alltag zurück. Genannt werden psychische Folgen mehrerer Krisen, eine heterogener gewordene Schülerschaft und eine veränderte Mediennutzung. Zugleich verweist das Land auf Maßnahmen, deren Wirkung sich erst mit Verzögerung in Vergleichsstudien zeigen könne.
Schleswig-Holstein setzt nach Ministeriumsangaben auf eine datengestützte Schul- und Unterrichtsentwicklung. In Grundschulen stehen mehr Unterrichtsstunden für Deutsch und Mathematik sowie zusätzliche Zeit für Leseförderung und Übungen zur Verfügung. Lernstände werden unter anderem mit LeA.SH und VERA erfasst. Daneben erhalten 137 Schulen Unterstützung aus dem Startchancenprogramm.
Auch der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung und eine stärkere Zusammenarbeit mit Eltern sollen die Bildungschancen verbessern. Ob die Maßnahmen zu einer messbaren Leistungssteigerung führen, werden erst spätere Untersuchungen zeigen.
Quellen
- Bildungsministerin Dorit Stenke zur PISA-Studie – Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft Forschung und Kultur Schleswig-Holstein · abgerufen am 8. Sep. 2026
- Schleswig-Holstein · Landesregierung: Bildungsministerin Dr. Dorit Stenke zur PISA-Studie: – Schleswig-Holstein · Landesregierung · abgerufen am 8. Sep. 2026