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Politik Schleswig-Holstein
Gewaltschutz

Schleswig-Holstein fördert 200 zusätzliche Frauenhausplätze

Mit einem Investitionsprogramm über 30 Millionen Euro will Schleswig-Holstein die Schutzkapazitäten für gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder deutlich ausbauen.

Schleswig-Holstein will 200 zusätzliche Frauenhausplätze schaffen. Dafür stellt das Land 30 Millionen Euro aus dem Infrastruktur-Sondervermögen des Bundes bereit. Kommunen und Träger können geplante Vorhaben ab sofort für eine Förderung anmelden.

Programm für neue Frauenhausplätze

Nach Angaben des Sozialministeriums verfügt Schleswig-Holstein derzeit über 473 kostenfreie Frauenhausplätze. Mit dem neuen Programm soll die Kapazität auf mehr als 600 Plätze wachsen. Die zusätzlichen Angebote richten sich an Frauen, die Schutz vor Gewalt benötigen, sowie an ihre Kinder.

Gefördert werden Investitionen ab 50.000 Euro. Möglich sind Neubauten mit mindestens 24 Plätzen, der Kauf von Immobilien einschließlich notwendiger Umbauten und Modernisierungen sowie größere Erweiterungen bestehender Frauenhäuser. Auch Schutzwohnungen können einbezogen werden, wenn sie in direkter Nähe zu einem Frauenhaus liegen und organisatorisch daran angebunden sind.

Anmeldung bis Mitte Dezember

Interessierte Kommunen und Träger müssen ihre Vorhaben bis zum 15. Dezember 2026 bei der Investitionsbank Schleswig-Holstein anmelden. Danach folgt das formelle Antragsverfahren. Bei der Auswahl der Projekte soll auch der regionale Bedarf berücksichtigt werden. Das Investitionsprogramm läuft bis Ende 2030.

  • 30 Millionen Euro stehen für Investitionen bereit.
  • 200 zusätzliche Schutzplätze sind geplant.
  • Vorhaben können bis 15. Dezember 2026 angemeldet werden.
  • Das Mindestvolumen eines geförderten Projekts beträgt 50.000 Euro.

Betriebskosten bereits eingeplant

Die Finanzierung des späteren Betriebs der neuen Plätze ist nach Angaben des Landes in der Planung zur Umsetzung des Gewalthilfegesetzes vorgesehen. Für den laufenden Betrieb von Frauenhäusern und Frauenberatungsstellen stellt Schleswig-Holstein im Jahr 2026 rund 13 Millionen Euro bereit.

Das Land erhält insgesamt 3,4 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“. Ein Teil davon fließt über das Investitionsprogramm in den Ausbau der Frauenhauskapazitäten.

Quellen

  1. 200 neue Frauenhausplätze: Land startet Investitionsprogramm in Höhe von 30 Millionen Euro – Landesregierung Schleswig-Holstein · abgerufen am 27. Okt. 2026
  2. Schleswig-Holstein · Landesregierung: 200 neue Frauenhausplätze: Land startet Investitionsprogramm in Höhe von 30 Millionen Euro – Schleswig-Holstein · Landesregierung · abgerufen am 26. Okt. 2026
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