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Wirtschaft Metropolregion Hamburg
Digitale Stadtplanung

Hamburg bündelt digitale Zwillinge für die Stadtentwicklung

Hamburg baut seine digitalen Stadtmodelle aus. Ein neues Zentrum und ein Fonds sollen Anwendungen von Planung bis Hochwasserschutz besser zusammenführen.

Hamburg will den Einsatz sogenannter Urbaner Digitaler Zwillinge ausbauen und dafür Zuständigkeiten sowie Fördermittel bündeln. Das Zentrum Digitaler Zwilling wurde nach Angaben der Senatskanzlei 2026 gegründet; parallel steht erstmals ein Zwillingsfonds für Vorhaben von Behörden, Landesbetrieben und öffentlichen Unternehmen bereit.

Was digitale Zwillinge leisten sollen

Urbane Digitale Zwillinge sind digitale Abbilder von Teilen der Stadt. Sie verknüpfen Daten aus verschiedenen Quellen und können Zusammenhänge sichtbar machen oder Szenarien simulieren. Hamburg nennt als mögliche Anwendungsfelder unter anderem Stadtplanung, Mobilität, Umwelt, Lärm, Wind und Hochwasserschutz.

Es geht dabei nicht um ein einziges Gesamtmodell. Die Stadt setzt nach eigenen Angaben auf mehrere Fachzwillinge, die über gemeinsame Daten, Standards und Schnittstellen zusammenarbeiten sollen. Die Koordination liegt beim neuen Zentrum im Amt für IT und Digitalisierung der Senatskanzlei; die technische Federführung beim Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung.

Planungen verständlicher machen

Als Beispiel verweist die Stadt auf den 3DProjektplaner. Damit lassen sich Bauvorhaben visualisieren, mit Geodaten verbinden und etwa auf Schattenwurf oder Sichtbeziehungen prüfen. Solche Modelle können Abstimmungen in der Verwaltung erleichtern und Beteiligungsverfahren anschaulicher machen. Ob sie tatsächlich zu besseren Entscheidungen führen, hängt jedoch von der Qualität der Daten und von transparenten Verfahren ab.

Die nächsten Schritte

  • Das Zentrum soll Strategie und Umsetzung koordinieren.
  • Der Fonds unterstützt neue und weiterentwickelte Anwendungen.
  • Gefördert werden Vorhaben öffentlicher Stellen in Hamburg.
  • Gemeinsame Standards sollen die Zusammenarbeit der Fachmodelle erleichtern.

Für Unternehmen und Öffentlichkeit sind die Modelle vor allem dann relevant, wenn Planungen nachvollziehbar werden und Beteiligung frühzeitig möglich ist. Die Senatskanzlei sieht genau darin einen Zweck des Ausbaus.

Quellen

  1. Hamburg baut den Einsatz Urbaner Digitaler Zwillinge weiter aus – Freie und Hansestadt Hamburg, Senatskanzlei · abgerufen am 22. Okt. 2026
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