Schleswig-Holsteins Getreideernte fällt kleiner aus
Schleswig-Holsteins Landwirtschaft fährt 2026 eine kleinere Getreideernte ein. Nach vorläufigen Zahlen des Statistikamts Nord werden knapp 2,2 Millionen Tonnen erwartet. Das sind rund 224.000 Tonnen weniger als im Vorjahr.
Wetter trifft Standorte unterschiedlich
Das Erntejahr war von einem nassen Herbst, späterer Trockenheit, hohen Temperaturen und regional schweren Unwettern geprägt. Gut gefüllte Bodenwasservorräte und Regen im Juni milderten die Folgen teilweise. Auf guten Böden wurden deshalb noch ordentliche Ergebnisse erzielt, während leichtere Standorte stärker unter Hitze und Wassermangel litten.
Winterweizen bleibt die wichtigste Getreideart des Landes. Auf 126.300 Hektar wurden rund 1,06 Millionen Tonnen geerntet. Die Menge liegt 14 Prozent unter dem Vorjahr und 15 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt. Wintergerste schnitt mit knapp 624.000 Tonnen vergleichsweise besser ab.
Raps deutlich unter dem Durchschnitt
Schwieriger verlief die Winterrapsernte. Die vorläufige Menge von 208.400 Tonnen liegt 13 Prozent unter dem Vorjahr und 23 Prozent unter dem langjährigen Mittel. Neben Trockenheit und hohen Temperaturen wirkten sich auch Schädlinge aus.
- Getreidefläche: rund 278.600 Hektar
- Gesamterntemenge: knapp 2,2 Millionen Tonnen
- Winterraps: 208.400 Tonnen
Quellen
- Erntebilanz 2026: Erträge leicht unter dem langjährigen Durchschnitt – Landwirtschaftsministerium Schleswig-Holstein · abgerufen am 24. Aug. 2026
- Schleswig-Holstein · Landesregierung: Erntebilanz 2026: Erträge in Schleswig-Holstein leicht unter dem langjährigen Durchschnitt – Schleswig-Holstein · Landesregierung · abgerufen am 24. Aug. 2026