Mehr als 4.000 Schüler lernen Niederdeutsch an Modellschulen
Mehr als 4.000 Schülerinnen und Schüler lernen in Schleswig-Holstein derzeit Niederdeutsch. Das Land will die Förderung der Regionalsprache in Schulen, Hochschulen und Medien fortsetzen und schreibt dafür den Landesplan Niederdeutsch fort.
55 Modellschulen bieten Niederdeutsch an
Besonders gewachsen ist das Angebot an den Modellschulen. Ihre Zahl stieg nach Angaben des Bildungsministeriums von 27 Grundschulen im Schuljahr 2014/15 auf 55 im Schuljahr 2025/26. Damit hat sie sich innerhalb von elf Jahren mehr als verdoppelt.
Für angehende Lehrkräfte bietet die Niederdeutsche Abteilung der Europa-Universität Flensburg ein entsprechendes Studium an. Die Hochschule ist zudem seit 2018 an der Entwicklung der Lernmaterialien „Paul un Emma“ beteiligt. Ergänzt wird das Bildungsangebot durch Theaterprojekte sowie Musik-, Film- und Lesewettbewerbe für Kinder und Jugendliche.
Land setzt auf Förderung statt eigenem Gesetz
Der neue Bericht behandelt die Umsetzung des Handlungsplans Sprachenpolitik und die Lage des Niederdeutschen in Bildung und Medien. Neben dem Bildungsministerium wirkten vier weitere Ministerien, die Staatskanzlei sowie Vereine, Verbände und Institutionen mit.
Ein eigenes Niederdeutsch-Gesetz plant die Landesregierung derzeit nicht. Sie sieht nach eigener Darstellung keine rechtliche Regelungslücke und will stattdessen die Zusammenarbeit und finanzielle Förderung fortführen. Seit 1994 unterstützt das Land die Zentren für Niederdeutsch in Leck und Mölln. Seit 2025 soll außerdem eine Medienplattform des Heimatbundes die Sprache sicht- und hörbarer machen.
Quellen
- Schleswig-Holstein stärkt weiter Niederdeutsch in Schulen, Hochschulen und Medien – Landesregierung Schleswig-Holstein · abgerufen am 26. Aug. 2026
- Schleswig-Holstein · Landesregierung: Gemeinsames Engagement trägt Früchte: Schleswig-Holstein stärkt weiter Niederdeutsch in Schulen, Hochschulen und Medien – Schleswig-Holstein · Landesregierung · abgerufen am 26. Aug. 2026