Lübecker Projekt entwickelt KI-Assistenz für medizinische Diagnostik
Das Institut für Telematik der Universität zu Lübeck entwickelt ein KI-basiertes Assistenzsystem für die medizinische Diagnostik. Das Projekt trägt den Namen SH.IFT. Nach Angaben des Landes hat Digitalisierungsminister Dirk Schrödter dafür einen Förderbescheid über rund 170.000 Euro überreicht.
Prototyp statt fertiges Diagnosewerkzeug
Das Vorhaben zielt nach der Mitteilung auf einen praxisnahen Prototypen, der später auf verschiedene medizinische Fachgebiete übertragbar sein soll. Das System soll Patientendaten analysieren, Hypothesen generieren und Empfehlungen für Diagnostik und Therapie vorbereiten. Die Angaben beschreiben damit ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt, nicht ein bereits im Versorgungsalltag eingesetztes Produkt.
Menschliche Aufsicht bleibt vorgesehen
Als Prinzip nennt das Land eine „Human-in-the-Loop“-Architektur. Ärztinnen und Ärzte sollen die Aufsicht behalten und die von der KI erzeugten Analysen und Empfehlungen kritisch bewerten. Geplant sind eine textbasierte Oberfläche und eine Interaktion über einen Video-Avatar.
Fragen für die Umsetzung
- Das Projekt soll datenschutzkonform und rechtssicher ausgestaltet werden.
- Die medizinische Verantwortung soll bei den behandelnden Fachpersonen bleiben.
- Der Nutzen muss sich erst im weiteren Entwicklungsverlauf zeigen.
Für Patientinnen und Patienten bedeutet die Ankündigung keine individuelle medizinische Empfehlung. Sie dokumentiert zunächst, dass in Lübeck an einem System gearbeitet wird, das medizinische Fachkräfte künftig unterstützen könnte.
Quellen
- KI-Assistenten für die Medizin – Land Schleswig-Holstein · abgerufen am 24. Okt. 2026