Smartphone nach Straßenraub: So begrenzen Betroffene den Schaden
Hannover. Wer bei einem Straßenraub sein Smartphone verliert, muss neben dem Sachschaden auch mit Zugriffen auf persönliche Daten rechnen. Das Landeskriminalamt Niedersachsen rät Betroffenen deshalb, SIM-Karte und Mobiltelefon umgehend sperren zu lassen und Passwörter wichtiger Dienste zu ändern.
Nach der Polizeilichen Kriminalstatistik wurden 2025 in Niedersachsen 1.275 Raubdelikte auf Straßen, Wegen oder Plätzen einschließlich Handtaschenraub registriert. 2024 waren es 1.239 Fälle. Bei etwa jeder dritten Tat im Jahr 2025 wurde unter anderem ein Mobiltelefon gestohlen.
Nach einem Straßenraub schnell handeln
Das LKA empfiehlt folgende Schritte:
- SIM-Karte und Smartphone sperren lassen,
- Passwörter für E-Mail, Online-Banking, Bezahldienste und soziale Netzwerke ändern,
- eingerichtete Ortungs- und Fernlöschfunktionen nutzen,
- Bank- und Kreditkarten sofort sperren,
- den Verlust eines Ausweises der zuständigen Behörde melden.
Für die Fahndung nach einem Smartphone kann die 15-stellige IMEI-Nummer hilfreich sein. Sie steht unter anderem auf der Geräteverpackung und lässt sich vorsorglich über die Tastenkombination *#06# anzeigen. Bei einem Personalausweis mit aktivierter Online-Funktion sollte auch diese gesperrt werden. Schutz bietet zudem eine sichere Displaysperre; PINs sollten nie gemeinsam mit Bankkarten aufbewahrt werden. Bei einem Überfall hat die eigene körperliche Sicherheit Vorrang.
Quellen
- Straßenraub in Niedersachsen: LKA gibt Tipps zum Schutz vor materiellen und digitalen Schäden – Landeskriminalamt Niedersachsen · abgerufen am 9. Sep. 2026
- Polizei Niedersachsen: LKA-NI: Straßenraub in Niedersachsen: LKA gibt Tipps zum Schutz vor materiellen und digitalen Schäden – Polizei Niedersachsen · abgerufen am 9. Sep. 2026