Hamburgs Außenhandel wächst im ersten Halbjahr deutlich
Hamburger Unternehmen haben im ersten Halbjahr 2026 Waren im Wert von 29,2 Milliarden Euro exportiert. Das waren 9,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, teilte das Statistikamt Nord mit. Die Einfuhren stiegen zugleich um 15 Prozent auf 43,8 Milliarden Euro.
Pharma und Luftfahrt prägen die Entwicklung
Besonders stark legten nach den Angaben die Ausfuhren pharmazeutischer Erzeugnisse zu. Auch Mineralölerzeugnisse und Gold für gewerbliche Zwecke verzeichneten höhere Werte. Frankreich war das wichtigste Abnehmerland; danach folgten Österreich, das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten.
Einfuhrwerte mit Hafen-Effekt
Bei den Einfuhren waren Luftfahrzeuge und Flugzeugteile ein wesentlicher Treiber. Mehr importiert wurden laut Statistikamt auch pharmazeutische Erzeugnisse, Erdöl und Erdgas sowie Kupfererze. Die Behörde weist darauf hin, dass Hamburgs Funktion als Seehafen die Importstatistik besonders beeinflusst: Viele Waren werden zunächst eingelagert, ihr späterer Verbleib ist bei der Einfuhr noch offen.
Die wichtigsten Zahlen
- Ausfuhren: 29,2 Milliarden Euro, plus 9,3 Prozent
- Einfuhren: 43,8 Milliarden Euro, plus 15 Prozent
- Wichtigstes Exportziel: Frankreich mit 3,5 Milliarden Euro
- Wichtigstes Importland: Vereinigte Staaten mit 5,8 Milliarden Euro
Einordnung für den Standort
Die Zahlen beschreiben Warenwerte, nicht unmittelbar die wirtschaftliche Lage einzelner Unternehmen. Sie unterstreichen aber die internationale Rolle Hamburgs als Handels- und Logistikstandort. Für Vergleiche mit anderen Ländern ist der methodische Unterschied zwischen Ausfuhr im Spezialhandel und Einfuhr im Generalhandel zu beachten.
Quellen
- Außenhandel in Hamburg im ersten Halbjahr 2026 – Statistikamt Nord · abgerufen am 12. Sep. 2026