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Tourismuswirtschaft

Hamburgs Tourismus sorgt für 6,3 Milliarden Euro Wertschöpfung

Der Tourismus trägt direkt und indirekt 4,3 Prozent zur Hamburger Wirtschaftsleistung bei. Neue Halbjahreszahlen zeigen zugleich: Das Wachstum kommt vor allem aus dem Inland.

Hamburgs Tourismus ist weit mehr als Hotel und Gastronomie: Nach einer neuen Auswertung entstehen durch Gäste und Tagesreisende direkt und indirekt 6,3 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung. Das entspricht 4,3 Prozent der gesamten Hamburger Bruttowertschöpfung. Gegenüber der vorherigen Erhebung für 2019 ist der Wert um 14,7 Prozent gestiegen.

Hamburgs Tourismus wirkt in viele Branchen

Das von Hamburg Tourismus beauftragte Tourismus-Satellitenkonto macht Ausgaben von Besucherinnen und Besuchern mit der übrigen Wirtschaft vergleichbar. Die Berechnung bezieht neben dem Gastgewerbe auch Transport, Einzelhandel, Kultur, Sport, Unterhaltung und Teile des verarbeitenden Gewerbes ein. Erst diese breite Betrachtung zeigt, wie weit touristische Nachfrage in der Stadt reicht.

Nach Angaben der Wirtschaftsbehörde hängen mehr als 70.000 Erwerbstätigkeiten mit dem Tourismus zusammen. Der touristische Konsum summiert sich auf 10,5 Milliarden Euro; fast die Hälfte davon entfällt auf Tagesreisen. Das touristisch bedingte Steueraufkommen wird mit 1,8 Milliarden Euro beziffert, von denen 363,9 Millionen Euro in Hamburg verbleiben.

  • 36,7 Prozent der direkten touristischen Wertschöpfung entstehen im Gastgewerbe.
  • Die Zimmerauslastung liegt laut Auswertung bei 74 Prozent.
  • Im ersten Halbjahr 2026 wurden 7,76 Millionen Übernachtungen gezählt.

Mehr Ankünfte, aber kürzere Aufenthalte

Die aktuellen Beherbergungszahlen zeigen ein differenziertes Bild. Von Januar bis Juni stieg die Zahl der Übernachtungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,5 Prozent. Die Zahl der Ankünfte wuchs mit 2,4 Prozent stärker auf 3,78 Millionen. Rechnerisch bedeutet das: Hamburg gewinnt Gäste, doch die Aufenthalte werden im Durchschnitt nicht länger.

Das Wachstum kam im ersten Halbjahr vor allem aus Deutschland. Inländische Gäste sorgten für 6,23 Millionen Übernachtungen, 1,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die 1,53 Millionen Übernachtungen aus dem Ausland lagen dagegen 3,5 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Der Juni setzt einen positiven Akzent

Für Juni meldete das Statistikamt Nord 718.482 Gäste, ein Plus von 3,4 Prozent. Die Übernachtungen nahmen um 1,3 Prozent auf 1.476.947 zu. Auch das Auslandsgeschäft legte in diesem Monat leicht zu: 324.676 Übernachtungen bedeuteten ein Plus von 1,0 Prozent.

Die Junizahlen ändern noch nicht den Rückstand des internationalen Geschäfts im gesamten Halbjahr. Sie zeigen aber, dass sich die Nachfrage zuletzt verbreitert hat. Für die Hamburger Wirtschaft ist deshalb nicht nur die Menge der Übernachtungen entscheidend, sondern auch, wie viel Wertschöpfung in lokalen Betrieben ankommt und wie stabil die Nachfrage über das Jahr verteilt ist.

Quellen

  1. Tourismus erzielt 6,3 Milliarden Euro Wertschöpfung in HamburgBehörde für Wirtschaft, Arbeit und Innovation Hamburg · abgerufen am 27. Aug. 2026
  2. Tourismus in Hamburg im Juni 2026Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein · abgerufen am 27. Aug. 2026
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