Hyperlink-Pipeline soll Norddeutschlands Wasserstoffnetz verbinden
Der Bau der Hyperlink-Wasserstoffpipeline in Norddeutschland erreicht auf der Elbinsel Lühesand einen weiteren Abschnitt. Das Leitungsnetz soll Niedersachsen und Schleswig-Holstein miteinander verbinden und später auch Wasserstoff aus den Niederlanden und Dänemark zu Industriestandorten transportieren.
400 Kilometer Leitungen in Niedersachsen
In Niedersachsen sind rund 400 Kilometer Wasserstoffleitungen vorgesehen. Sie sollen die Niederlande über Bremen und Hamburg mit Hannover und Salzgitter verbinden. Nach Angaben des niedersächsischen Umweltministeriums werden etwa 70 Prozent der Leitungen aus bestehenden Erdgasleitungen umgewidmet. Neue Trassen sind damit nur für einen kleineren Teil des Netzes erforderlich.
Das gesamte Hyperlink-Projekt umfasst rund 1.000 Kilometer Leitungen in Nordwestdeutschland. Es soll etwa zehn Prozent des nationalen Wasserstoff-Kernnetzes ausmachen. Die ersten Teilprojekte sollen Ende 2027 betriebsbereit sein. Weitere Abschnitte sollen schrittweise bis 2031 folgen.
Industrie in Salzgitter und Mitteldeutschland im Blick
Über das Netz soll grüner Wasserstoff zu großen Verbrauchern gelangen. Genannt werden unter anderem Industriestandorte in Salzgitter sowie die Chemie- und Raffinerieregion in Mitteldeutschland. Perspektivisch ist auch der Import aus Dänemark vorgesehen.
Die Nachfrage nach Transportkapazität nimmt nach Angaben des Landes zu. Bis zum Stichtag 23. Juli 2026 seien im Wasserstoff-Kernnetz knapp sechs Gigawatt kostenpflichtig reserviert worden. Gegenüber Mai habe sich die gebuchte Kapazität damit verdoppelt.
Gasunie baut das Netz aus
Betreiberin des Projekts ist Gasunie Deutschland. Das Unternehmen gehört dem niederländischen Staat und betreibt in Norddeutschland ein Gastransportnetz von rund 4.700 Kilometern.
Niedersachsen verweist ergänzend auf 13 geförderte Wasserstoff-Großprojekte, mehr als 800 Megawatt geplante oder geförderte Elektrolyseleistung sowie große Kavernenstandorte zur Speicherung. Die neue Leitung soll Erzeugung, Speicher und industrielle Abnehmer über Landesgrenzen hinweg verbinden.
Quellen
- Starkes Signal für die Wasserstoffzukunft: Niedersachsen und Schleswig-Holstein feiern Meilenstein auf Hyperlink-Baustelle – Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz · abgerufen am 4. Sep. 2026
- Niedersachsen · Landesregierung: Starkes Signal für die Wasserstoffzukunft: Niedersachsen und Schleswig-Holstein feiern Meilenstein auf Hyperlink-Baustelle – Niedersachsen · Landesregierung · abgerufen am 3. Sep. 2026