Kiel will 2026 drei Viertel der Schiffe mit Landstrom versorgen
Der Kieler Hafen will seine Landstromanlagen 2026 deutlich stärker auslasten. Nach Angaben des Hafenunternehmens soll die Quote bei Fähr- und Kreuzfahrtschiffen 75 Prozent erreichen. Während der Versorgung vom Kai können Schiffe ihre Hilfsmotoren abschalten.
Ausbau schafft mehr Anschlüsse
Seit dem Abschluss der zweiten Anlage am Ostseekai können in Kiel drei Hochseekreuzfahrtschiffe gleichzeitig Landstrom beziehen. Insgesamt wurden in den vergangenen Jahren mehr als 50 Millionen Euro in die Technik investiert. Zudem sollen die Fähren des Betreibers DFDS in die Infrastruktur eingebunden werden.
Landstrom mindert lokale Abgase und Geräusche während der Liegezeit. Wie groß der Klimavorteil ausfällt, hängt auch vom verwendeten Strommix und vom tatsächlichen Anschluss der Schiffe ab. Entscheidend ist daher nicht nur die Zahl der Anlagen, sondern ihre regelmäßige Nutzung.
Weitere Investitionen geplant
Der Hafen nennt für die kommenden Jahre mehrere Schwerpunkte:
- rund 70 Millionen Euro sollen überwiegend in den Ostuferhafen fließen,
- Hafen- und Logistikflächen sollen erweitert werden,
- Ladepunkte für elektrische Lastwagen sind vorgesehen.
Damit verbindet Kiel den Ausbau des Güterverkehrs mit der Elektrifizierung. Ob die Ziele erreicht werden, wird sich an der gemessenen Landstromquote und an der Nutzung der neuen Ladeinfrastruktur zeigen.
Quellen
- PORT OF KIEL veröffentlicht Umschlagszahlen 2025 – PORT OF KIEL · abgerufen am 24. Aug. 2026