Mehr Grundschulkinder in Schleswig-Holstein können sicher schwimmen
In Schleswig-Holstein können mehr Grundschulkinder sicher schwimmen als noch vor drei Jahren. Nach Angaben des Bildungsministeriums beherrschen zu Beginn der vierten Klasse inzwischen 51 Prozent der Kinder das sichere Schwimmen. Seit dem Sommer 2023 ist dieser Anteil um drei Prozentpunkte gestiegen.
Deutliche Unterschiede zwischen den Schularten
Auch für weiterführende Schulen hat das Ministerium aktuelle Quoten vorgelegt. An Gemeinschaftsschulen können am Ende der sechsten Klasse 62,7 Prozent der Kinder sicher schwimmen. Dieser Wert blieb nach Angaben des Landes konstant. An Gymnasien stieg der Anteil dagegen um 2,5 Prozentpunkte auf 88,2 Prozent.
Die Zahlen zeigen zugleich, dass ein erheblicher Teil der Schülerinnen und Schüler die angestrebte Schwimmfähigkeit noch nicht erreicht. Besonders an Grund- und Gemeinschaftsschulen bleibt das Schwimmenlernen deshalb eine dauerhafte Aufgabe für Schulen, Schulträger und außerschulische Partner.
Land setzt seit 2018 auf mehrere Bausteine
Die Schwimmlern-Offensive des Landes läuft seit 2018. Sie soll den Unterricht flächendeckend verbessern und Schulen dort unterstützen, wo zusätzlicher Bedarf besteht. Dazu gehören nach Angaben des Bildungsministeriums mehrere Maßnahmen:
- Kooperationen von Schulen mit externen Partnern,
- Fortbildungen und Qualifizierungen für Lehrkräfte,
- Unterstützung durch Fach- und Schulaufsichten sowie Schulsportbeauftragte,
- eine jährliche Erfassung der erworbenen Bronze-Schwimmabzeichen.
Sportlehrkräfte werden unter anderem an der Europa-Universität Flensburg und der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel qualifiziert. Auch fachfremd unterrichtende Lehrkräfte können eine Schwimmlehrbefähigung erwerben. Mithilfe der jährlich erhobenen Daten will das Ministerium Regionen mit besonderem Unterstützungsbedarf gezielter beraten.
Millionen für Neubau und Sanierung von Schwimmstätten
Der Betrieb und Unterhalt von Sportstätten liegt grundsätzlich nicht beim Land. Dennoch hat das für Sport zuständige Innenministerium nach Angaben der Landesregierung bis 2025 bereits 14 Millionen Euro in Schwimmstätten investiert. Weitere 25 Millionen Euro sind für Neubauten und Sanierungen vorgesehen. Sechs Projekte wurden demnach bereits bewilligt.
Bildungsministerin Dorit Stenke kündigte an, die Offensive fortzuführen. Ziel bleibt, den Anteil sicher schwimmender Kinder weiter zu erhöhen und den Schwimmunterricht möglichst verlässlich anzubieten. Die vorgelegten Quoten belegen Fortschritte, machen aber auch sichtbar, dass die Angebote nicht alle Kinder gleichermaßen erreichen.
Quellen
- Schwimmlern-Offensive zeigt Wirkung: Mehr Kinder in Schleswig-Holstein lernen schwimmen – Landesregierung Schleswig-Holstein · abgerufen am 27. Aug. 2026
- Schleswig-Holstein · Landesregierung: Schwimmlern-Offensive zeigt Wirkung: Mehr Kinder in Schleswig-Holstein lernen schwimmen – Schleswig-Holstein · Landesregierung · abgerufen am 27. Aug. 2026