Schleswig-Holstein stärkt Prävention gegen Radikalisierung im Netz
Schleswig-Holstein will Präventionsangebote gegen digitale Radikalisierung weiterentwickeln. Bei der Landesdemokratiekonferenz 2026 in Kiel diskutierten rund 150 Teilnehmende aus Zivilgesellschaft, Verwaltung, Politik und Wissenschaft darüber, wie junge Menschen online besser vor extremistischen Einflüssen geschützt werden können.
Radikalisierung im Netz früher erkennen
Die Konferenz stellte religiös begründeten Extremismus und seine Verbreitung über soziale Netzwerke, Gaming-Plattformen, Messenger und digitale Chatgruppen in den Mittelpunkt. Nach Einschätzung des Innenministeriums bleiben entsprechende Radikalisierungsprozesse häufig lange unbemerkt.
Das Land will deshalb die Zusammenarbeit von Beratungsstellen und Sicherheitsbehörden weiter nutzen, um digitale Dynamiken früher zu erkennen. Zugleich sollen Eltern, Lehrkräfte und Fachkräfte dabei unterstützt werden, Warnsignale einzuordnen und angemessen zu reagieren.
Fachforen zu Games und Online-Streetwork
Die Teilnehmenden befassten sich unter anderem mit folgenden Ansätzen:
- Games als Instrument der Demokratieförderung,
- Online-Streetwork in sozialen Medien und Messenger-Diensten,
- Medienbildung und digitale Beratung,
- Stärkung der Widerstandskraft junger Menschen gegen extremistische Ansprache.
Eine Projektmeile stellte Initiativen aus Demokratieförderung und Extremismusprävention vor. Fachvorträge, Gesprächsforen und eine abschließende Podiumsdiskussion ergänzten das Programm.
Landesdemokratiezentrum vernetzt Angebote
Organisiert wurde die Konferenz vom Landesdemokratiezentrum beim Landespräventionsrat im schleswig-holsteinischen Innenministerium. Es koordiniert und fördert Angebote zur Stärkung von Demokratie und Vielfalt sowie zur Prävention extremistischer Entwicklungen im Land.
Quellen
- Landesdemokratiekonferenz 2026 in Kiel – Innenministerium Schleswig-Holstein · abgerufen am 28. Okt. 2026
- Schleswig-Holstein · Landesregierung: Landesdemokratiekonferenz 2026 in Kiel: Innenministerin Magdalena Finke unterstreicht die Bedeutung digitaler Präventionsarbeit – Schleswig-Holstein · Landesregierung · abgerufen am 28. Okt. 2026