Schleswig-Holstein schärft Strategie für Unternehmensansiedlungen
Schleswig-Holstein richtet seine Ansiedlungspolitik neu aus. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums sollen künftig unter anderem Sicherheits- und Verteidigungsindustrie, erneuerbare Energien, Life Science, Ernährungswirtschaft und digitale Wirtschaft stärker im Fokus stehen. Die Fortschreibung der Strategie wurde am 2. Oktober in Kiel vorgestellt.
Schwerpunkte werden neu gesetzt
Das Ministerium verweist darauf, dass der Standort nicht nur einzelne Branchen, sondern ganze Wertschöpfungsketten in den Blick nehmen soll. Bei erneuerbaren Energien geht es demnach etwa auch um Speichertechnik und Komponentenfertigung. Als wichtige Infrastruktur nennt die Mitteilung zudem Rechenzentren und deren Bedarf an Energie- und Netzanschlüssen.
Sicherheitsindustrie als neues Feld
Die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie soll in der überarbeiteten Strategie größeres Gewicht erhalten. Nach Angaben des Landes begleitet die Wirtschaftsförderung WT.SH mehrere Projekte in diesem Bereich. Als konkretes Beispiel nennt die Mitteilung einen geplanten Standortaufbau der Eurobotics Gruppe in Kiel mit zunächst 40 Arbeitsplätzen.
Was die Strategie bedeutet
- Priorität für Energie-, Gesundheits-, Ernährungs- und Digitalwirtschaft
- Stärkerer Fokus auf Sicherheits- und Verteidigungsindustrie
- Weniger Gewicht für ausländische Quellmärkte wie China und USA
Die Mitteilung beschreibt die Ansiedlungsstrategie als Rahmen für die Wirtschaftsförderung. Ob daraus weitere Betriebe und Arbeitsplätze entstehen, wird von einzelnen Investitionsentscheidungen und Genehmigungsverfahren abhängen.
Quellen
- Mehr Sicherheitsindustrie, weniger Auslands-Quellmärkte – Ministerium für Wirtschaft Schleswig-Holstein · abgerufen am 24. Okt. 2026